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  • Denis Achtner

Grußworte zur Eröffnung der Schulmensa


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, sehr geehrter Herr Professor Dr. Fabian sehr geehrte Frau Dubrau, werte Vertreter der am Bau beteiligten Firmen, werte Frau Richter, werter Herr Hanschke, liebe Lehrerinnen und Lehrer...


...und nicht zu vergessen – liebe Schülerinnen und Schüler


BILDUNG BRAUCHT NAHRUNG

Mit knurrendem Magen lernt es sich schlecht – das weiß jedes Kind. Das war schon zu meiner Zeit so und ist heute nicht anders. Nur die Art und Weise der Pausenversorgung und die entsprechenden Räumlichkeiten haben sich seit meiner Schulzeit leider nicht viel verändert.


Zunächst nahm ich mein Mittagessen hier nebenan im Speisesaal des Flachbaus zu mir – stets unter dem damals auf dem überdimensionalen Wandbild angebrachten Spruch: „Lerne – du musst die Führung übernehmen.“


Später – in der Oberschule – mussten wir dann für unser Mittagessen sozusagen in den Keller, denn dort befand sich der Speisesaal. Das ist aufgrund der herrschenden Nutzung von Räumlichkeiten der Oberschule durch die Grundschule noch immer so und wird vorerst auch so bleiben – zumindest für die Bauzeit des neuen Grundschulgebäudes, die hoffentlich alsbald beginnt und mit wenig Bauverzug abläuft.


Wenn dies alles so ohne Probleme ablaufen wird, dann können wir uns an dieser Stelle schon vorstellen, wie die neue Pausenversorgung für beide Schulen ausschauen kann – also zumindest, wenn man sich die Interimsklassenzimmer weg- und eine Küchenausstattung hinzudenkt. Dann denke ich sind die Zeiten der Kellerspeisung und des Nagerbefalls vorbei.


Und das ist ganz wichtig!


Denn Bildung braucht nicht nur Nahrung – nein


BILDUNG BRAUCHT AUCH HUNGER


Hunger nach mehr Wissen. Und das kann nur in einem Umfeld funktionieren, das das Lernen fördert. Da sind wir nun nach einer langen Odyssee mit diesem zweiten Neubau auf einem guten Weg. Der Weg ist allerdings noch nicht zu Ende und bedarf weiterer zahlreicher Anstrengungen. Damit meine ich nicht nur den zweiten Teil des Grundschulneubaus – nein ich blicke in der Gesamtheit des Schulstandortes Böhlitz-Ehrenberg auch in Richtung Gundorf – gerade im Hinblick auf das Bevölkerungswachstum in Leipzig und der anstehenden Bebauung von 15 Hektar in diesem Bereich.


Und ja – Herr Oberbürgermeister – ich pflichte Ihnen bei, wenn Sie sagen, dass es sich gerade im Bereich der Schulneubauten in Leipzig um einen enormen Kraftakt handelt. Wir dürfen jetzt aber keinesfalls nachlassen, damit eben die Lernumfelder es unseren Kindern ermöglichen, gut und viel zu lernen. Dafür können wir auf kommunaler Ebene sorgen – und vielleicht hilft das ja, dass Deutschland irgendwann in Bezug auf die Pisastudie einmal die Führung übernimmt – so wie es einst auf dem Wandbild im Flachbau stand. Die Hoffnung stirbt zuletzt.


In diesem Sinne vielen Dank all denen, die Ihren Teil dazu beigetragen haben, dass es hier am Schulstandort Böhlitz-Ehrenberg weiter voran geht – im Speziellen auch an meine Vorgängerin Karin Teubner, die mit viel Engagement für diesen Schulstandort gekämpft hat.

Und nun wünsche ich allen Schülerinnen und Schülern in diesen Räumlichkeiten viel Spaß beim Lernen und möchte – meine Rede reflektierend – mit einem Zitat Bertolt Brechts enden:


„Anmut sparet nicht noch Mühe. Leidenschaft nicht noch Verstand. Dass ein gutes Deutschland blühe, wie ein andres gutes Land.“


Vielen Dank




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